Clubebene - Distrikt 111 - Ost-Mitte
Engagement_Clubebene_Notfallbox
Berichte aus den Clubs
Erster deutscher inklusiver Lions Club gegründet
Zusammenarbeiten ohne Barrieren für den guten Zweck
Am 20.04.2024 gründete sich der erste Lions Club Deutschlands mit inklusiver Ausrichtung als gemischter Club (m/w/d) im Distrikt 111-OM (Sachsen-Anhalt/Thüringen). Die 25 Gründungsmitglieder mit und ohne geistige oder körperliche Behinderung agieren seither gemeinsam im Sinne von Lions. Bei ihren Activities arbeiten sie sehr eng mit Menschen mit Behinderungen und Institutionen, die sie vertreten, zusammen. Um eine möglichst barrierefreie und wachsende Beteiligung zu ermöglichen, ist der Club über Online-Formate organisiert.
PDG Dr. Christin Müller-Wenzel freute sich anlässlich der Clubgründung über diesen Meilenstein in der Lions-Organisation in Deutschland: „Menschen mit und ohne Behinderungen arbeiten hier Hand in Hand zusammen. Mit diesem Online-Club haben wir eine neue Qualität der Lions Clubs in Deutschland geschaffen. Wir helfen nicht nur Menschen mit Behinderung, wir beziehen sie ein. Wir wünschen uns sehr, dass wir damit einen Anstoß auch für die Mitglieder anderer Clubs geben, sich zu öffnen.“
Zustande gekommen ist die Initiative mit großem persönlichem Engagement des Lionsfreundes Torsten Trostdorf aus Eisenach. Auf spannende Projekte freute sich Annett Melzer, erste Präsidentin des neuen Clubs: „Oft werden Menschen mit Behinderung einer Bittsteller-Rolle zurückgeordnet. Als Lions Mitglied möchte ich für ein zeitgemäßes Bild von Menschen mit Behinderung werben, denn wir wollen die Gesellschaft aktiv mitgestalten und somit auch die Projekte des Lions Clubs“.

Neue Küche für das East End
Der LC Eisenach-Wartburg unterstützt das Kinder- und Jugendhaus East End
„Von 1992 war sie, die alte Küche und beim Öffnen der Türen musste man sehr vorsichtig sein, wollte man nicht den ganzen Schrank in der Hand haben. Ja, sie war in die Jahre gekommen, die alte Küche des Kinder- und Jugendhaus East End in Eisenach. Zeit für etwas Neues. Natürlich haben wir als Lions Club Eisenach-Wartburg, dies in die Hand genommen und organisiert. Wir unterstützen das East End ja schließlich schon seit 1992. Selbst gaben wir 5.000 Euro dazu, die wir gemeinsam mit den Jugendlichen vom East End auf dem Weihnachtsmarkt und dem Stand zum Sommergewinn erwirtschaftet haben. Als weitere Sponsoren konnten wir die Sparkasse Wartburgkreis, sowie das Einrichtungshaus Hesse aus Eisenach gewinnen; Stefan Hesse ist ja auch Lions Mitglied. Am 15. April 2024 war es dann so weit, die neue Küche konnte übergeben du eingeweiht werden. Mit frisch gebackenem Brot, selbstgemachter Kräuterbutter und anderen lukullischen Kleinigkeiten bedankten sich die Kids bei den Spendern. Es ist großartig geworden und die Kinder und Jugendlichen können wieder bedenkenlos kochen und die selbstgemachten, gesunden (denn darauf wird geachtet) Leckereien genießen. Wir als Lions Club Eisenach-Wartburg sind stolz auf diese jahrelange Partnerschaft und freuen uns auf viele weitere gemeinsame Aktivitäten mit den Kindern und Jugendlichen."
Torsten Trostdorf


Schwimmen, damit andere essen können
Der Lions Club Saalfeld übergab einen Scheck über 4.000 Euro an die Saalfelder Tafel.
Der Lions Club Saalfeld spendet den Erlös des 2. Saalfelder Zwölf Stunden Schwimmens. Durch die über 370 Teilnehmenden wurden mehr als 1.125 Kilometer geschwommen. Pro geschwommen Kilometer gab es Geld, aber auch ein Kuchenbasar und Getränke brachten die stolze Summe von 4.000 Euro ein, die jetzt an die Saalfelder Tafel gespendet werden konnte.

Sommergewinn in Eisenach
Eine Activity des LC Eisenach-Wartburg
Zum jährlich größten Frühlingsfest, dem „Sommergewinn", mittlerweile immaterielles Kulturgut, hatte unser Club einen Verkaufsstand. Wir boten 400 Bratwürste, 100 Brezeln, 100 Waffeln, 300 Liter Bier und alkoholfreie Getränke feil und kamen mit vielen Menschen ins Gespräch. Den Stand betrieben wir zusammen mit Jugendlichen aus dem Jugendclub "East End", für den auch der Erlös vorgesehen ist. Der Club braucht dringend eine neue Küche, die wir unter anderem mit dem Erlös des Sommergewinns finanzieren.




Haus für mittellose Mädchen in Puma, Tansania
Seit vier Jahren unterstützt der Lions Club Suhl-Zella-Mehlis den Bau eines Hauses für mittellose Mädchen in Puma. Unsere Lionsfreundin Dr. Christiane Schilling, die jedes Jahr im Frühjahr und Herbst als Augenärztin in Puma im Einsatz ist, brachte die Idee in unseren Club. Das Haus soll nach seiner Fertigstellung bis zu 15 jungen Waisenmädchen als Unterkunft dienen, während sie in der nahe gelegenen katholischen Mission „Mother oft the Holy Cross“ zur Lehrerin oder Krankenschwester ausgebildet werden. So sind sie unabhängiger und können nach der Ausbildung frei über ihren künftigen Einsatzort und Lebensmittelpunkt entscheiden.
Die Finanzierung der Baukosten erfolgte ausschließlich aus vielen zweckgebundenen Einzelspenden und einem Zuschuss der Stiftung der deutschen Lions. Je nach Spendeneingang wurde das Haus von Pater Manoel vor Ort Schritt für Schritt errichtet. Seit 2019 wurden bereits über 31.000 € verbaut. Jetzt ist das Haus bis auf die Sanitäranschlüsse fertig und Pater Manoel, der sich während der gesamten Bauzeit um die Organisation, Materialbeschaffung und Koordination der Arbeitskräfte kümmerte, freut sich sehr auf den baldigen Einzug der ersten jungen Auszubildenden. Während des letzten Einsatzes im Herbst 2022 konnte sich unsere Lionsfreundin erneut vom Bautenstand und Fertigstellungsgrad überzeugen. Dabei erzählte ihr Pater Manoel, dass es für den Schutz und die Sicherheit der Mädchen wichtig wäre, das Haus mit einer Mauer zu umgeben. Die Baukosten betragen umgerechnet nochmal ca. 6.000 €, von denen jetzt ein erster Teil als Spende an Pater Manoel auf den Weg gebracht wurde.
Cordula Dobrunz

Lions-Clubs pflanzen gemeinsam Bäume im Harz
Gutes tun für mehr Nachhaltigkeit und Umweltschutz in der Region.
In einer gemeinsamen Pflanzaktion engagierten sich im November 2022 die Lions Clubs des Landkreises Harz aus Blankenburg, Halberstadt und Wernigerode im Harzer Waldgebiet. Im Rahmen einer öffentlichen Pflanzaktion der Stadt Wernigerode und der regionalen Arbeitsgruppe PEFC Sachsen-Anhalt e.V. pflanzten die Lions ca. 1.500 kleine Eichen, Buchen, Lärchen und Ginster. Unter dem Motto „We Serve: Wir helfen gemeinsam!“ handeln sie im Dienst der Umwelt und Nachhaltigkeit, denn diese Themen sind eng mit der humanitären Verpflichtung der Lions verknüpft. Gleichwohl unterstützen die Lions-Clubs der Region soziale Projekte vor Ort und sammeln dafür mit verschiedenen Aktionen Spendengelder.
Für Lionsfreundin Jana Diesener, welche als ZonenChairPerson die Clubs in ihrer Region betreut, hat die clubübergreifende Activity aber noch eine weitere Bedeutung. „Das Ziel ist es, das Miteinander und Kennenlernen der Clubmitglieder in der Zone zu stärken und dadurch mehr gemeinsame Ressourcen nutzen zu können. Außerdem sind wir gemeinsam sichtbarer und können bestenfalls noch mehr Menschen für unsere sozialen Projekte begeistern“, sagt Jana Diesener.

„So aktiv ist Halle"
Clubübergreifende Schaufensteraktion in der Saalestadt Halle
Die beiden hallischen Lions Clubs „August-Hermann Francke“ und „Halle - Fünf Türme“ initiierten zum zweiten Mal die Schaufensteraktion „So aktiv ist Halle!“. Bei einem kleinen Spaziergang durch das StadtCenter Rolltreppe konnten ab 26.11.2022 die Passanten in ehemals leeren Schaufenstern Präsentationen Hallescher Vereine entdecken.





Lions Notfallbox - Eine Activity des LC Eisenach Wartburg
Sie ist klein, gelb und relativ unscheinbar: Und trotzdem kann sie viel erreichen. Sie kann helfen, einem Menschen das Leben zu retten. In einem medizinischen Notfall wie beispielsweise bei einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall zählt jede Minute. Die Notfallbox hält alle wichtigen Informationen für den Notarzt parat. Es kann eine schnellere ärztliche Versorgung erfolgen.
Der Lions Club Eisenach-Wartburg hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Boxen unter den Menschen in der Region zu verteilen.
In der Box sind alle medizinisch relevanten Informationen einer Person enthalten. Persönliche Daten, Krankheitsgeschichte, eingenommene Medikamente und wer der Hausarzt ist. Außerdem fülle der Besitzer der Box aus, ob er einen Impfpass und eine Patientenverfügung hat und wo die Unterlagen aufbewahrt werden. Auf dem Formular wird auch nach Haustieren gefragt. Das hilft, falls eine alleinstehende Person als Notfallpatient in ein Krankenhaus kommt. Denn andere Menschen erfahren dadurch, dass es ein Tier im Haushalt gibt, um das sich gekümmert werden muss.
Jede Box enthält neben dem Formular zwei Aufkleber. Einer ist für die Innenseite der Haustüre und einer für den Kühlschrank. Warum Kühlschrank? Ganz einfach! Die Retter und Retterinnen finden die Box damit schnell, denn ein Kühlschrank steht i.d.R. in der Küche.
